Jeder von uns hat sie. Jedem bedeutet sie etwas, jeder geht anders damit um. Erinnerung wird verdrängt, ihr wird nachgegrübelt, mit ihrer Hilfe entwickelt sich der Mensch weiter. Auch in der Literatur ist sie Thema – und findet ihre Symbole.

 Das Wort “erinnern” stammt ab vom mittelhochdeutschen “(er)innern, inren” und ist abgeleitet vom althochdeutschen Raumadjektiv “innaro”, was bedeutete “der Innere, Innerer”. Ursprünglich bedeutete “erinnern”:  “Etwas inne werden” heißt, genau wahrzunehmen und aufmerksam zu sein für ein Geschehen. So verinnerliche ich etwas. Erinnerung ist Prozess, erinnern ist Wiedererkennen, erinnern ist erfinden.Alles, was wir erlebt haben, prägt sich uns ein. Die Fähigkeit des Erinnerns erlaubt uns, mit zeitlichem und emotionalem Abstand noch einmal auf uns selbst zu schauen. Es liegen unendliche Möglichkeiten der Erkenntnis darin verborgen. Was sagt die Literatur zum Thema Erinnerung ? Auf was stoßen wir, wenn Figuren beim Erinnern beobachtet werden? Und wie hilfreich ist deren Veränderung ?

Beispiele im Gespräch sind die Romane “Deutschstunde” von Siegfried Lenz und        “Eine Jugend” vom französischen Autor Patrick Modiano (Literaturnobelpreis 2014).

Hier den Anfang des Beitrages mit Thomas Brenck hören:

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