Wenn in wenigen Tagen im Kulturhaus Lüdenscheid Schülerinnen und Schüler aus Iserlohn und Lüdenscheid an einem MKK-Poetry-Slam teilnehmen, dann geht das auf Franziska Wilhelm zurück, die im vergangenen Jahr bei ihren Lesungen und Präsentationen, ihr jugendliches Publikum mit eignen Texten angesprochen hat. An  mehreren Schulen haben Poetry-Seminare mit Marian Heuser stattgefunden, der auch die Veranstaltung in Lüdenscheid betreut.

Veranstaltung am 3.Juni 2016, 19.00 Uhr, Kulturhaus Lüdenscheid, Eintritt frei!

Aus Iserlohn nehmen Schülerinnen und Schüler vom Märkischen Gymnasium und dem Gymnasium An der  Stenner teli.

Franziska Wilhelm aus Leipzig erhielt das Stipendium für Literatur 2015 und war jeweils  mehrere Tage in Iserlohn sowie im  Elbe-Elster-Partnerkreis unterwegs. Sie las an Iserlohner Schulen und gab  auch in unserem Studio  im Gespräch mit Thomas Brenck Auskunft über ihre Arbeit.

Seit 1979 verleiht die Märkische Kulturkonferenz jährliche Stipendien  in den Bereichen Musik, Darstellende Kunst und Literatur. Der Märkische Kreis, Städte und Gemeinden, Verbände und einzelne Sponsoren bringen die Mittel auf, ehrenamtlich arbeitende Fachjurys wählen jährlich Stipendiaten aus, die ein Jahr sorgenfrei arbeiten können und in dieser Zeit auch im Märkischen Kreis mit ihrer Kunst präsent sein sollen.

Im Mai  2015 las sie in Plettenberg. Der Musikstipendiat der MKK, Xavier Paez spielte Saxophon.

Informationen unter:                        

www.kulturkreis-plettenberg.de/

Hier in den Beitrag hinein hören: Franziska Wilhelm und Katharina Döring, Märk. Gymnasium Iserlohn:

 “Panik”,  von Katharina Wilhelm:

 

 *Ursprünglich war als Sendetermin der  24.Aprl vorgesehn  wurde aber einer Sportübertragung wird   am 6.5. gesendet! * Das Beitrags Bild zeigt Franziska Wilhelm zusammen mit Thomas Brenck nach  nach der Auswahllesung in der Stadtbücherei Lüdenscheid.

Das Buch, für das Franziska Wilhelm ausgezeichnet wurde:

Franziska Wilhelm: »Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen«  Verlag Klett-Cotta, gebunden  Euro 18,85

Zum Buch:

Millas Familie, das sind die dominante Großmutter Lucia und ihre in die Jahre gekommene Mutter Rosana – eine Dorfschönheit, die für jeden, der wegen ihres Lächelns nicht auf dem Bahngleis endet, mit dem Zitronenmesser eine Kerbe in den Tresen ritzt. Und dann gibt es noch Millas Onkel Jano, mit dem Milla am liebsten den öden Kneipenalltag hinter sich lassen würde. Janos und Millas Beziehung ist eng – zu eng, wie Großmutter Lucia meint. Als die beiden eines Abends beim Tête-à-tête erwischt werden, bekommt Jano kalte Füße und verschwindet. Milla bleibt allein in Strottenheim zurück. Ausgerechnet mit einem Paketfahrer, der noch mehr in Schwierigkeiten steckt als sie, macht sie sich auf, Jano zu suchen.

Erstsendung: Mittwoch, 6. Mai 2015, 20.04 Uhr

Marian Heuser

Marian Heuser, Lüdenscheid

Perfekte Dreiecksbeziehung: Poetry Slam für Teenager

Lüdenscheid – Den Anstoß gab Franziska Wilhelm. 2015 sicherte sich die junge Autorin das Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz (MKK) für Literatur. Aber Franziska Wilhelm kann mehr als „nur“ schreiben. Sie ist Poetry Slammerin und überdies bekannt mit Marian Heuser, der in der Bergstadt die „World of Wordcraft“ installiert hat. Und damit war die Dreiecksbeziehung perfekt.

Was bereits bei der Vergabe der Stipendien für 2016 im Foyer der Museen der Stadt durchklang, hat inzwischen Gestalt angenommen. 2012 rief die MKK das Label „MKK-Jugend“ ins Leben und unternahm auf dem musikalischen Sektor den ersten Vorstoß, junge Talente zu fördern. Zwei Jahre später folgte „MKK-Jugend“ in Sachen Malerei, für dieses Jahr soll nun die Literatur besonders bedacht werden. „Und dann kam vom Kreiskulturausschuss der Hinweis, doch mal etwas Aktuelles zu machen, etwas, womit sich die Jugend beschäftigt“, so MKK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Conzen. Und schnell war in Zusammenarbeit mit der aktuellen Literaturstipendiatin Franziska Wilhelm die Idee geboren, Poetry Slam in den Fokus zu rücken.

Diese Form der Literatur hat in der Bergstadt einen Namen: Marian Heuser. Der gebürtige Lüdenscheider und heute Münsteraner konnte sich sofort für die Idee erwärmen. Im vergangenen Dezember folgte der erste Workshop am Stenner-Gymnasium in Iserlohn. Eine 9. Klasse setzte sich dort mit „Poetry Slam“ auseinander. Heuser erklärte den Begriff, die Regeln und den Aufbau. Der Workshop brachte den Schülern Literatur auf eine kreative Weise näher, bis sie sich selbst ausprobierten und eigene Texte ihren Mitschülern vorstellten und immer mehr Spaß an dem Wettstreit fanden. Zwischendurch trug Heuser Texte aus der eigenen Feder vor.

Drei weitere Workshops, die die MKK mitfinanziert, werden folgen, zwei in Lüdenscheid und einer am Märkischen Gymnasium in Iserlohn. Abschluss der Workshopreihe wird in Zusammenarbeit mit der Märkischen Kulturkonferenz am 3. Juni ein MKK-Nachwuchs-Slam im Roten Saal des Kulturhauses sein, bei dem jeweils drei Workshopteilnehmer jeder Schule gegeneinander antreten. Conzen: „Wir von der MKK überlegen noch, ob und welche Preise wir zur Verfügung stellen, aber eine ,Feder’ soll’s für den Sieger auf jeden Fall geben. Das ist ja schließlich zum Markenzeichen des Poetry Slams in Lüdenscheid geworden.“