Holm Roch liest Auszüge aus dem Buch “Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland” von Hans Paasche, eine humorvolle und bissige Auseinandersetzung mit dem Leben in Deutschland kurz nach dem ersten Weltkrieg. Statt – wie damals üblich – einen deutschen Forschungsreisenden über die seltsamen Sitten im inneren Afrika erzählen zu lassen, lässt Paasche umgekehrt den Afrikaner Mukara nach Deutschland reisen und von dort in seine Heimat berichten, beispielsweise über das “Stinkrauchen” oder über die seltsame Angewohnheit, niemals nackt nach draußen zu gehen. Seine kritischen Anmerkungen zum deutschen Lebensstil wurden Paasche, der sich vom Marineoffizier zum Pazifisten gewandelt hatte, sehr übel genommen. 1920 wurde er durch Rechtsradikale ermordet.