Der Förderverein Lokalfunk Iserlohn ist der Mutterverein des Iserlohner Lokalfunks für den Märkischen Kreis, also von Radio MK und dem Bürgerradio, so stellte Friedhelm Kowalski, Geschäftsführer der Veranstaltergemeinschaft, in einer eindrucksvollen Rückschau  fest.

Als am Freitag um 18 Uhr im Saal der VHS das Logo des Bürgerradios und ein Foto des Studios mit der Aufschrift ” 25 Jahre Fölok” an die Stirnwand  projeziert wird, erklingen auch kurze Begrüßungsworte von Moderatorinnen und Moderatoren und ein flotter Song mit dem Titel “Turn your Radio on”.

Aber die Gäste sind noch so in persönliche Gespräche vertieft, dass der Lautsprecherklang kaum wahrgenommen werden kann. Erst als die Vorsitzende Charlotte Kroll  zur Begrüßung ans Mikrophon tritt, richtet sich die Aufmerksamkeit  der Gäste auf das  informative  und abwechslungsreiche Programm des Abends:

Friedhelm Kowalski  bietet  dann vor mehr als 60 interessierten Gästen einen spannenden Rückblick (“nur 4 Minuten!”)  auf die Anfängen der lokalen Radiolandschaft. Aus einer Versammlung aller wichtigen Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und der Vereinswelt  ging ein Trägerverein hervor, an dessen Spitze der damalige Oberkreisdirektor Dr. Jürgen Albath stand.

Die heutige Vorsitzende Charlotte Kroll konnte  einiges über die  spätere Entwicklung des Bürgerfunks beitragen, der nach seiner Gründung,  den damals  gültigen Landesgesetzen entsprechend, auch finanziell gefördert wurde, während er heute vom ehrenamtichen Einsatz der Radiomacherinnen und Radiomacher lebt.  Zuwendungen von Stiftungen, die mietfrei von der Stadt Iserlohn überlassenen Studioräumen und  projektbezogene Förderungen durch die Landesanstalt für Medien (Düsseldorf) sind schließlich die schmale Basis, auf der die engagierte Arbeit des Bürgerradios ruht.

Sicher ein positives Signal an den Verein und eine Anerkennung  seiner Arbeit war die Teilnahme des Landrats Thomas Gemke, des Iserlohner Bürgermeisters Dr. Ahrens, der Bundestagsabgeordneten D. Freitag und C. Vossbeck-Kayser, Landtagsabgeordneter M.Scheffler, sowie zahlreicher Ehemaliger und im Medienbereich tätiger Fachleute.

Ein ganz aktueller Filmbeitrag von Jan Leye (Bennohaus Münster, Fachbereichsleitung Medien) bot den Festgästen einen guten Einblick in die gegenwärtige Arbeit der Fölok-Radiomacherinnen und Radiomacher.

In einer  anschließend von Michaela Rensing (WDR) moderierten Diskussion konnten Landrat Thomas Gemke, Mechthild Appelhoff (LfM,Leiterin Medienkompetenz und Bürgermedien), Zeitzeichenchef Ronald Feisel (WDR), Geschäftsführer Friedhelm Kowalski, Jürgen Mikley (NRW-Medienkommission) und Medientrainerin Iris Rademacher (Fölok) Beiträge zur Frage nach der Zukunft des Bügerradios leisten. Eine wirklich spannnende Diskussion, in der es auch deutlich gegensätzliche Auffassungen und Kritik  an der Bürokratie gab.

Mechthild Appelhoff  richtete den Blick auf die Zukunft und kündigte eine Online-Datenbank an, auf der Beiträge der Bürgerradios aus NRW zu finden sein werden.

Charlotte Kroll dankte  allen  Fölok-Unterstützern und hob hervor, dass die neue Aufgabe als Servicestelle Bürgerfunk  vor allem Schulen, aber auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Chance bietet, das Medium Radio selbst aktiv zu gestalten und zu nutzen.

Das  Frauenkabarett  “Die Hauhechels”  trug einige ansprechende, satirische Szenen über das Radiomachen vor und Thomas Brenck stellte ehemalige und heute aktive Radiomacherinnen und Radiomacher vor.

Ein Blumenstrauß des Radio MK-Chefredakteurs Holger Jahnke und der Redaktionskolleginnen und Kollegen war ein freundliches Zeichen zur Geburtstagsfeier, aber die Fölok-Leute hätten sich sicher auch gerne mit einem der verantwortlichen Redakteure persönlich im Gespräch ausgetauscht.

In anschließenden Gesprächen bei einem Getränk und einer kleinen Stärkung gab es noch viele Begegnungen und manches Wiedersehen. (Bk)