Vom Seemann zum Nikolaus – Man kann nicht von Träumen leben

Den ersten Einsatz als Nikolaus hatte Emil Rumianek als 10-jähriger Bub. Der Freund, den er mit Nüssen in der Nikolaus-Verkleidung erfreuen wollte, hat sich so erschrocken, dass die Nüsse die Treppe hinunter kullerten. Doch erinnert sich der kleine Junge später als Spendensammelnder Nikolaus gern an diese erste Einsatz-Erfahrung.
Ohrfeigen gehörten nicht zu seinem Berufsbild des Schmieds. So wurde Emil Rumianek bei seinem allerersten Vorstellungsgespräch Zeuge einer Strafmaßnahme, welche der „Stift“ vom Gesellen verpasst bekam. Auf diesen Betrieb hatte er keine Lust. So ging der gebürtige Herner 13jährig selbstbewusst in die Ausbildung zum Bergmann. 1000 Meter unter der Erde wollte er jedoch nicht für immer arbeiten. Wenn Emil Rumianek sich heute an den Rhein-Main-Donau Kanal erinnert, denkt er an seine Tätigkeit an diesem großen Bauwerk als Einschaler.
In jedem Hafen ein Mädchen waren seine Träume. Im Vergleich zu 3.000,- DM auf dem Bau, scheute Emil Rumianek das Monatseinkommen von 69,- DM nicht, sich bei der Marine zu verpflichten.
Sein „Traummädchen“ traf er in Menden auf der Pfingstkirmes. Ich vergaß zu fragen, ob dies erste Treffen in der Schiffschaukel stattfand.
Von der Wasserstraße zum König der Straße fuhr Emil Rumianek die Linie 1 als Busfahrer nach Hohenlimburg. Es zog ihn jedoch wieder in den Dienst des Bundes. Dieser Wunsch führte ihn über eine kaufmännische Ausbildung zur Standortverwaltung nach Hemer.
Als Beamter hatte er neben vielen Tätigkeiten dann die Aufgabe des Vorschriftenverwalters übernommen. Humorvoll schildert er in der Sendung Beruf-Berufung-Traumberuf kuriose Vorschriften.-

                                                                                             Erstsendung: 19. November 2014

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