Die Autorin Judith Schalansky war Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz  (MKK) im Jahr 2013. Jedes Jahr wird eine Autorin oder ein Autor durch ein Stipendium gefördert und ist dann  auch im Märkischen Kreis unterwegs zu Lesungen und Gesprächen. Ihr Buch “Der Hals der Giraffe”  ist  ein Bildungsroman.

Auch in diesem Herbst wird wiederum  ein Stipendium vergeben. Am 3.November 2016 um 18.00 Uhr findet in diesem Jahr  eine Auswahllesung im Haus Letmathe mit drei Autoren/Autorinnen statt. Dabei hat auch das anwesende Publikum eine Stimme. Das Stipendium  für das Jahr 2017 wird dann noch im November vergeben.

Zu hören auf den Frequenzen von Radio Mk und im Live Player auf dieser Internetseite ab 21:04 Uhr

»Judith Schalansky hat einen originellen, eigensinnigen und hellwachen Roman geschrieben, mit dem sie sich an die Spitze der literarischen Evolution setzt.«Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 Der Hals der Giraffe SchalanskyJudith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr »Atlas der abgelegenen Inseln« (mare, 2009) als auch ihr Bildungsroman »Der Hals der Giraffe« (Suhrkamp, 2011) wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.

Inhalt: Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Nach dem gefeierten Atlas der abgelegenen Inseln schreibt Judith Schalansky einen Roman. Darin kämpft eine Biologielehrerin für die Einhaltung der Naturgesetze, verrenkt sich den Hals nach unerreichbaren Früchten und fällt am Ende vom Glauben an Gott Darwin ab. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten dieser Welt: die Schule.