Robert Beyer blickt zurück in die Vergangenheit und in dieser Sendung geht es um den Komponisten Robert Stolz, der auch als Dirigent weltweite Anerkennung fand. Die meisten seiner eigenen Werke hat er bei der Uraufführung selber dirigiert. Als Orchesterleiter führte er auch die Uraufführungen vieler Operetten unterschiedlicher Komponisten zum Erfolg. Die Meinungen, wie viele Operetten und Musikstücke Robert Stolz geschrieben hat, gehen auseinander.

Mit Fug und Recht aber kann man behaupten, dass es so an die 2000 Lieder und ungefähr 60 Operetten und Singspiele waren. Hinzu kommt noch die Musik für nahezu 100 Tonfilme und viele Suiten und Orchesterstücke. Es ist verständlich, dass er bei solch einer Vielzahl von Kompositionen nicht immer Volltreffer landete. Die Stücke aber, die ihm glückten, rissen die Zuhörer von den Sitzen. Viele Stolz-Lieder wurden „Evergreens“, die sich bei uns und in weiten Teilen der Welt größter Beliebtheit erfreuen. So auch das Lied „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“. Es war nicht nur der Schwung der Melodien, sondern auch die gefällige persönliche Note der Kompositionen, die das Publikum begeisterten und Stolz weltberühmt machte.

Robert Stolz wurde am 25.August 1880 als zwölftes Kind des Musiklehrers Jakob Stolz und der Konzertpianistin Ida von Vernay in Graz geboren. Sein Vater war Direktor einer Musikschule. Er unterrichtete hier nicht nur fremde, sondern auch die eigenen Kinder. Nachzulesen ist, dass die schulische Laufbahn des Robert Stolz nicht gerade Aufsehen erregend war. Seine nicht bestandene Reifeprüfung sei von den Lehrern so kommentiert worden: “Der wird eh nur Musiker und kein Studierter“. Schon im Kindesalter schafft er die ersten Kompositionen. In späteren Jahren vertiefte er durch eine intensive Ausbildung sein Wissen.

Schon mir 18 Jahren bekam er eine Anstellung als Kapellmeister in Marburg an der Drau und etwas später dann am Stadttheater Salzburg. Die nächste Station seines Wirkens als Kapellmeister war dann die Oper in Brünn. In der Fachliteratur ist zu lesen, dass Stolz sich wegen seines sehr jungen und „schülerhaften“ Aussehens einen Bart habe wachsen lassen müssen. Er würde dadurch älter aussehen, so die Meinung des Direktors und sich dadurch bei den Darstellern und Musikern besser den erforderlichen nötigen Respekt einfordern können.

Robert Stolz gilt neben seinen Erfolgen als Dirigent auch als der Schöpfer unzähliger Musikwerke. Das Leben dieses Künstlers war so facettenreich, dass im nächsten Monat in eine weitere Folge von Radio MK übertragen wird.

Die Sänger und Sängerinnen in dieser Sendung sind
Mario del Monaco – Kurt Böhme – Jussi Björling – Wilma Lipp – Maron Lambriks – Liane Haid – Lotte Rysanek und Theo Lingen

Die Sendung ist auf den Frequenzen von Radio MK und www.radio-iserlohn.de / LiveRadio zu hören. Sollten sich im Sendeplan wider Erwarten Änderungen ergeben, wird die Sendung zu einem anderen Zeitpunkt ausgestrahlt.