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14 November 2014

Blick zurück mit Rober Beyer: Tenor Josef Schmidt, am Montag dem 24. November, ab 21.04 Uhr

In der Sendung wird Robert Beyer ein Porträt des Tenors Josef Schmidt zeichnen. Dem kleinen Sänger mit der großen Stimme, dem Sänger also, der in den 1920er und 30er Jahren
mit seinem Gesang unermessliche Beifallsstürme bei seinem Publikum hervorgerufen hat. Allzufrüh, mit 38 Jahren, musste er durch eintragisches Schicksal am 16. November 1942 die Lebensbühne verlassen. Ihm zum Gedenken soll dieses Porträt in dieser und einer weiteren Sendung gewidmet sein. Für die Musikfreunde der Klassik und sicher auch für viele Anhänger einer anderen Musikrichtung wird das Zuhören ein wahrer Kunstgenuß sein.

 

Josef Schmidt wurde am 4. März 1904 in dem kleinen Ort Davideny in der Bukowina geboren.
1914 zog die Familie nach Czernowitz. Schmidt besuchte hier das Gymnasium. Er lernte einige Fremdsprachen, die ihm für seine spätere Laufbahn sehr nützlich waren. Neben Rumänisch und Deutsch beherrschte er auch die hebräische, französische, italienische und engliche Sprache. Seine Karriere begann, wenn man so will, im Synaogenchor in Czernowitz. Hier sang er während seiner Schulzeit.

Seine ungewöhnliche Stimme machte Eindruck. Er wurde gefördert und begann ein Gesangsstudium in Berlin. Leider blieb ihm sein Wunsch, auf der Opernbühne erfolgreich zu sein, wegen seiner Statur versagt. Schmidt hatte eine Körpergröße von 1 Meter 54 und war von untersetzter Gestalt. All dies war auch durch eine raffinierte Kulisse nicht zu kaschieren. Er musste sich wohl oder übel mit seinemSchicksal abfinden und seinen Traum von einer Opernkarriere begraben. Als dann 1928 die Epoche des Rundfunks begann, tat sich fürSchmidt eine phantastische Möglichkeit auf. Er meldete sich zum Vorsingen, wurde angenommen und im Lauf der Jahre wurde er zum Radioliebling Nr. 1. Der kleine Sänger mit der großen Stimme, wie er von den Kritikern liebevoll genannt wurde, hatte nun das ideale Betätigungsfeld gefunden. Wegen seiner körperlichen Benachteiligung fiel es ihm schwer, sich dem Publikum direkt gegenüber unbefangenzu bewegen. Hier vor dem Mikrofon jedoch war die Öffentlichkeit nicht sichtbar, hier konnte er seine Stimme von aller Begangenheit frei entfalten.
In der Autobiografie äußerte er sich einmal so: “Obwohl ich mir bewusst bin, dass es viele Millionen Menschen sind, die mir zuhören, habe ich doch gleichzeitig immer das Gefühl, ich singe jedem einzelnen Hörer ins Ohr.”
Schmidts Stimme war etwas Einmaliges. Er gehört mit zur Elite der großen Tenöre wie z.B. Richart Tauber, Jan Kiepura oder Benjamino Gigli. Der Künstler schaffte mit Leichtikeit das hohe C und hatte selbst mit dem hohen D keine Schwierigkeiten.
Schmidt hatte unzählige Konzertauftritt im In- und Ausland, so auch 1937 erfolgreich in Amerika. Man nannte den kleinen Tenor hier liebvoll “Westentaschen-Caruso”, in Erinnerung an die Zeit, als Caruso das amerikanische Publikum begeistert hatte. Der Künstler war auch stark in der Filmindustrie eingebunden.

Die Sendung des Fördervereins Lokalfunk Iserlohn e.V. wird auf den Freuenzen von Radio MK und im LiveRadio auf dieser Seite www.radio-iserlohn.de übertragen (Wiederholung vom 15,.11.14)

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Radio MK – Radio Iserlohn // Live Radio
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