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28 April 2016

Thomas Brenck im Gespräch mit dem Geiger Attila Kubinyi in der Sendung KulturZeit MK am Freitag, dem 27.Mai 2016 um 21.04 Uhr

Vor 40 Jahren stellten Mäzene dem stellvertretenden Musikschulleiter Attila Kubinyi eine “Gagliano”, d.h. eine sehr wertvolle Violine zur Verfügung. Die besondere Qualität des Geigers wurde dadurch anerkannt und gefördert. – 25 Jahre unterrichtete Kubinyi an der Iserlohner Musikschule. Er hatte sich auf Einladung des damaligen Musikschulleiters  Franz Weilnhammer  1974 auf die freie Stelle eines Geigenlehrers beworben, Beide  kannten sich von der gemeinsamen früheren Unterrichtstätigkeit bei den Regensburger Domspatzen.

Attila Kubinyi stammt aus einer bürgerlichen Famile in Ungarn, der der Adelstitel “von” durch die kommunistischen Machthaber – wie anderen Adelsfamilien- aberkannt worden war. Mit 9 Jahren bekann er das Geigenspiel und bald  wurde sein großes Talent für die Violine erkennbar.

Im Musikzimmer seines früheren Ensemble-Partners Ulrich Stracke sprach Thomas Brenck mit ihm über seine frühere Tätigkeit in Iserlohn, seine Konzerttätigkeit und seine persönliche Lebensgeschichte.

Am Abend des selben Tages war Attila Kubinyi  zu Gast  bei einer Veranstaltung des Förderkreises Iserlohner Museen e.V. im Museum für Handwerk-und Postgeschichte in Iserlohn am Fritz-Kühn-Platz.

Marieluise Spangenberg stellte nach einer kurzen Einführung  eine Erzählung von Hans Carossa vor, in der es eine Szene gibt, in der es um das Geigenspiel des jungen Attila geht. Dr. Walter Ossenkop befragte Attila Kubinyi zu seiner Lebensgeschichte und bot Musikbeispiele aus den Aufnahmen mit A.Kubinyi.

 Neubearbeitung des Beitrages vom November 2015

Hören Sie hier M.Spangenberg mit dem Text von Hans Carossa:

 

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Walter Ossenkopp, Attila Kubinyi und Marieluise Spangenberg ( v.li.)

Musikbeiträge in der Sendung:
1.Bela Bartok-Assortiment
Attila Kubinyi, Violine
Franz Weilnhammer, Klavier
Hans Fischer Klarinette.
Sonate frü Violine und KLavier Nr. 1 Sz75 (1921),3.Satz Allegro
2.Klassik-Nostalgie * Anthologie berühmter Piecen
Attila Kubinyi,Violine
Franz Weilnhammer,Klavier
C.Debussy: Preludes Nr. 8
J.Brahms: Walzer, A-dur op. 39, Nr.15
3. Jazz on strings – Hommage a Grappelli
Attila Kubinyi, violin
Ulrich Stracke, guitar
Sascha Delbrouck, bass
*Sweet Georgia Brown
*Honey suckle rose
*You are the sunshine of my life
4.Lang Lang, Klavier
Chopin: Nocturne Op. 15, No. 1 in f Major
5. Nach der Carossa-Lesung:
J.N.Hummel: Rondo,  Attila Kubinyi ( Violine) und Franz Weilnhammer ( Klavier)
                                                                              *****************
In  der Ausgabe 12 von 2008 veröffentlicht die neue musikzeitung (mnz) einen Artikel von Veronika Meindl zu einer Doppel -CD mit Attila Kubinyi  (2/2008 – 57. Jahrgang)
Béla Bartók: Assortiment

„Assortiment“ lautet der Titel dieser neuen Doppel-CD, bei der es sich um eine bemerkenswerte Wiederveröffentlichung vergriffenen Schallplattenmaterials handelt. Bartóks Diskografie lässt wenig Lücken, die CD ist dennoch eine Seltenheit: Sie kombiniert Bartóks frühes und spätes Schaffen im Bereich der Kammermusik.

Die Stücke der ersten CD entstammen den Jahren 1921 und 1922 und zählen damit zu Bartóks frühen Werken. Mit den Sonaten für Violine und Klavier Nr. 1 und Nr. 2 führen Attila Kubinyi und Franz Weilnhammer zwei Werke vor, die Bartóks Streben nach Emanzipation der Dissonanz widerspiegeln. Dem Duo gelingt es in beiden Einspielungen, dem unruhigen, fiebrigen Disput der Instrumente eine Form zu geben. Dies zeigt sich besonders bei der zweiten Sonate, die klanglich radikaler ist und sich an authentische Folklore anlehnt.Die zweite CD präsentiert mit der Sonate für Violine solo, Sz 117 (1944), und den Kontrasten für Violine, Klarinette und Klavier, Sz 111 (1938), Kompositionen aus dem Spätwerk Bartóks. Die Stücke entstammen einem Schaffenszyklus, in dem er Traditionen des 19. Jahrhunderts mit Elementen des klanglichen Impressionismus’ und Anregungen aus der Zwölftonmusik vereint. Die in vier Sätzen angelegte Solo-Sonate für Violine führt ein von Kubinyi meisterhaft geführtes Instrument vor, das im steten Wettlauf mit sich selbst scheint. Der Musiker, der bei Ede Zathureczky und Zoltán Kodály an der Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Budapest studierte und ehemaliger Stipendiat der Budapester Philharmonie ist, verleiht dem schnellen Wechsel zwischen extremen Lagen virtuos Ausdruck.

Béla Bartók: Assortiment

  • Béla Bartók: Assortiment. Sonaten für Violine und Klavier Nr. 1 und 2, Sonate für Violine solo, Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier.
  • Attila Kubinyi (Violine), Hans Fischer (Klarinette), Franz Weilnhammer (Klavier)
  • Blue Calvin Classics
Bewertung:5 von 5 Punkten

„Kontraste“ für Geige, Klavier und Klarinette entstand auf Anregung des ungarischen Geigers Josef Szigeti und des amerikanischen Jazz-Klarinettisten Benny Goodman. Bartók lässt die drei Instrumente – der Dialog wird hier noch um den Klarinettisten Hans Fischer erweitert – in ihren klanglichen Gegensätzen deutlich hervortreten, stellt kontrastierend dazu aber auch einen Ensembleklang her. Insgesamt ruhiger als die Frühwerke, zeichnet sich jedoch auch diese Komposition in ihrer Ungestümheit und Expressivität als ein echter Bartók aus. Ein durchaus kontrastreiches und gelungenes Assortiment.

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